Kaum eine Frucht ist in der Schweiz so tief verwurzelt wie der Apfel.
Weitläufige Apfelanbaugebiete prägen vielerorts das Landschaftsbild, und auch in unserer Esskultur ist der Apfel fest verankert. Ob im Bircher Müesli zum Frühstück, als Apfelmus zu Älplermagronen oder als feine Süssmostcreme zum Dessert – der Apfel begleitet die Schweizer Küche seit Generationen.
Tatsächlich lieben die Schweizer Äpfel sogar mehr als Schokolade. Mit über 16 Kilogramm pro Person und Jahr ist der Apfel die mit Abstand beliebteste Frucht im Land. Doch wir geniessen den Apfel nicht nur frisch, sondern lieben ihn auch in diversen Getränken von Apfelsaft bis hin zu Moscht. Für die Verarbeitung der Äpfel steht kaum ein Unternehmen so sehr wie RAMSEIER. Die Geschichte beginnt bereits im Jahr 1910 im bernischen Emmental. Dort gründeten mehrere Obstbauern die Emmentalische Obstweingenossenschaft Ramsei mit dem Ziel, aus den regionalen Früchten hochwertige Obstgetränke herzustellen. Das erste Produkt war ein alkoholhaltiger Apfelwein, also der klassische Suure Moscht.
Schon wenige Jahre später gelang dem jungen Betrieb eine entscheidende Innovation. Da frisch gepresster Apfelsaft natürlicherweise zu gären beginnt und dadurch Alkohol entsteht, entwickelte RAMSEIER ein Verfahren, mit dem dieser Prozess gestoppt werden konnte. So entstand unter echter Pionierarbeit der alkoholfreie Apfelwein, der später unter dem Namen Süessmost bekannt wurde. Spätestens nach dem zweiten Weltkrieg war RAMSEIER in der gesamten Schweiz bekannt. Zucker war in dieser Zeit knapp und stark rationiert, weshalb viele Menschen Apfelsaft als eine ideale Alternative sahen und die Produkte stark nachgefragt wurden. Und heute sind Produkte wie Apfelsaft, Apfelschorle und der Suure Moscht von RAMSEIER aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Echtes Handwerk und Schweizer Qualität
RAMSEIER mostet Äpfel und Birnen an mehreren Standorten in der Schweiz, darunter Oberaach im Kanton Thurgau sowie Sursee im Kanton Luzern. In den vergangenen Jahren wurde der Standort Sursee weiter ausgebaut und modernisiert, um langfristig einen grösseren Teil der Verarbeitung zu übernehmen. Dank vier leistungsstarken Pressen und einer zusätzlichen Presslinie können in Sursee heute bis zu 40'000 Tonnen Mostobst pro Jahr verarbeitet werden.
Sobald die Äpfel und Birnen in der Mosterei angeliefert werden, beginnt ihre Verarbeitung. Zunächst wird das Obst gewogen und die Qualität kontrolliert. Danach werden die Früchte gewaschen, um Schmutz, Blätter und kleine Äste zu entfernen. Anschliessend gelangen die Äpfel über Schwemmkanäle zur Mühle, wo sie zerkleinert werden. Dabei entsteht eine grobe Masse, die sogenannte Maische.
Im nächsten Schritt wird diese Maische gepresst. Pro Pressgang werden aus rund 10'000 Kilogramm Obst etwa 8'000 Liter Saft gewonnen. Anschliessend wird der Saft zentrifugiert beziehungsweise gefiltert, damit feste Bestandteile entfernt werden und ein klarer Saft entsteht. Von hier aus kann der Saft zwei unterschiedliche Wege nehmen. Ein Teil wird als Apfel-Direktsaft weiterverarbeitet. Ein anderer Teil wird zunächst zu Apfelsaftkonzentrat ver-arbeitet.
Wie es weitergeht, entscheidet über das Endprodukt. Sowohl der Apfel‑Direktsaft als auch der Weg zum Apfelsaftkonzentrat umfassen weitere präzise aufeinander abgestimmte Verarbeitungsschritte. Die vollständige Ausgabe mit dem gesamten Prozessverfahren steht nachfolgend als Download bereit – entdecke Schritt für Schritt, wie aus Saft ein marktreifes Produkt entsteht.