Olivier Bonjour baut in der Region Henniez seit vielen Jahren Veredelungskartoffeln an – vor allem die Sorten Agria und Innovator. Die Verarbeitung der Kartoffeln erfolgt mehrheitlich durch Frigemo. Am Standort Cressier werden sie zu Pommes Frites, zu Kartoffelflocken für den Knorr Stocki oder zu vielfältigen Kartoffelspezialitäten veredelt.
Florent Rapin (Verantwortlicher Rohstoff bei frigemo) mit Olivier Bonjour im Lager der Planzkartoffeln, die für die bevorstehende Kampagne vorgesehen sind
Wie gehen sie bei einer Kartoffelernte vor?
Wir ernten direkt auf dem Feld mit einer speziellen Erntemaschine, dem Kartoffelroder. Dieser hebt die Kartoffeln samt Ranken vorsichtig aus dem Boden. Oben auf der Maschine werden die Knollen von Erde und Pflanzenresten getrennt und die kleinkalibrigen Kartoffeln werden dabei aussortiert.
Kartoffeln bereit für die Ernte
Wie stellen Sie sicher, dass die Kartoffeln die geforderten Qualitätswerte erreichen?
Die Vorbereitung beginnt lange vor der Ernte. Wir prüfen den Boden und messen Feuchtigkeit und Temperatur mit Sonden. So wissen wir genau, wann wir bewässern müssen. Dies hilft auch, Symptome von Schädlingen oder Krankheiten frühzeitig zu erkennen und entsprechende Massnahmen zu ergreifen.
Welche Massnahmen ergreifen Sie, um den Boden langfristig fruchtbar zu halten?
Wir achten auf die Fruchtfolge und darauf, dass die Bodenmikrobiologie im Gleichgewicht bleibt. Auf dem gleichen Feld steht nur alle fünf Jahre wieder eine Kartoffelkultur.
Welche speziellen Anbaumethoden nutzen Sie?
Ich arbeite mit Tröpfchenbewässerung. Damit spare ich etwa 30 % Wasser und kann gezielt bewässern. Diese Methode ist nicht nur nachhaltiger, sie gibt mir ausserdem die Möglichkeit, die Temperatur im Boden zu stabilisieren. Das ist bei häufigen Hitzetagen im Sommer von Vorteil, weil die Pflanze so weniger Stress ausgesetzt ist.
Pflanzkartoffeln im Lager für die bevorstehende Kampagne
Mit welchen saisonalen Herausforderungen haben Sie zu tun?
Das Klima hat sich verändert. Es wird früher warm und früher nass. Die Extreme sind die grösste Herausforderung – schon wenige Grad können viel verändern.
Was bedeutet nachhaltiger Kartoffelanbau für Ihren Hof?
Wir arbeiten an neuen Sorten, die besser mit den veränderten klimatischen Bedingungen zurechtkommen. Diese Herausforderung betrifft die gesamte Branche. Deshalb wurde innerhalb des Branchenverbands swisspatat eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich gezielt mit diesem Thema befasst.
Wie fördern Sie die Biodiversität?
Wir arbeiten nach den Vorgaben des ÖLN (Ökologischer Leistungsnachweis) sowie nach den Standards von AgroImpact. So schützen wir den Boden, halten eine nachhaltige Fruchtfolge ein und führen eine ausgeglichene Nährstoffbilanz, um einen nachhaltigen Pflanzenbau zu gewährleisten.
Knorr Stocki aus 100% nachhaltig angebauten Kartoffeln
Das Gespräch mit Oliver Bonjour zeigt: Hinter jeder Packung Stocki steckt viel Fachwissen, Hingabe und ein schonender Umgang mit unseren Ressourcen. Mit ihrem Engagement leisten die Vertragsbauern einen wichtigen Beitrag dazu, dass Knorr auch zukünftig auf 100% nachhaltig angebaute Schweizer Kartoffeln zählen kann - us de Schwiiz, für d'Schwiiz.