Menu
Punkte

Ich arbeite in

Weiter

Bitte haben Sie einen Moment Geduld, die Seite wird für Sie personalisiert.

 

 

Von den Küchenchefs der Culinary Fachberatung Schweiz #chefs365

Schon lange kein Unkraut mehr

Der botanische Name des Löwenzahns ist Taraxacum officinale und gehört zu den Korbblütlern. Damit siedelt er sich in derselben Pflanzenfamilie wie die Sonnenblume oder auch das Gänseblümchen an. Viele wissen nicht, dass es ein echtes Wunderkraut ist und man es sogar vielseitig in der Küche anwenden kann.

Der Löwenzahn überzeugt neben seinem Aroma vor allem mit der großen Vielfalt an gesunden Inhaltsstoffen und weist eine beachtliche Menge an Vitaminen und Mineralstoffen auf:

  • Kalium
  • Magnesium
  • Folsäure
  • Mangan
  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Vitamin K
  • Vitamin B1, B2 und B6

Mit 100 Gramm Löwenzahn, nimmt man bereits 50 Prozent mehr Vitamin A zu sich als notwendig. Gleichzeitig wird damit 20 Prozent des Vitamin-E-Bedarfes, 20 Prozent des Calcium-Bedarfes, 20 Prozent des Eisen-Bedarfes und 10 Prozent des täglichen Magnesium-Bedarfes gedeckt.

Zusätzlich enthält er auch sehr viel Kalium und viele andere Mineralstoffen, Spurenelementen und bioaktive Pflanzenstoffen wie z. B. Bitterstoffen und Flavonoiden. Dies zeigt, dass der Löwenzahn nicht nur als Heilmittel dient, sondern auch wunderbar in der Küche als prophylaktisch wirksames Lebensmittel eingesetzt werden kann.

 

Geschmack von Löwenzahn

Löwenzahn hat einen köstlich würzig-bitteren Geschmack und die Würze ähnelt der von Rucola. Je jünger die Pflanze, desto feiner ist das Aroma. Wenn die Bitterkeit etwas reduziert werden soll, können die Blätter einfach blanchiert werden oder vorzugsweise im Frühling gepflückt werden. Denn im Winterfrost verlieren die Blätter etwas an Bitterkeit und man erntet sie am besten noch bevor der Löwenzahn zu blühen beginnt.

 

Einsatz von Löwenzahn

Die ganze Pflanze, sprich die Blätter, die Blüte und die Wurzel, sind zum Verzehr geeignet. Sogar der weisse Pflanzensaft, der sich vorwiegend im Stängel befindet, kann man verwenden. Er kann roh gegessen, gedünstet sowie gedampft werden.

Beim Sammeln von Löwenzahn sollte darauf geachtet werden, dass man keine anderen Pflanzen mitausreisst, um zu verhindern, ungeniessbare oder sogar giftige Pflanzen zu essen. Ebenfalls sollte man den Löwenzahn lieber von einer grossen Wiese holen, anstatt vom Strassenrand und diesen auf jeden Fall vor dem Weiterverarbeiten gründlich waschen.

Man kann Löwenzahn sehr vielseitig verwenden. Gut kombinieren lässt er sich mit einem Salat und einem süßlichen Honig-Senf-Dressing. Auch als Grundlage für einen grünen Smoothie eignet er sich super.

Wenn man den Löwenzahn lieber in warmer Variante verzehren möchte, kann man auch ein herzhaftes Pesto daraus herstellen.

Ebenfalls kann man leckeren und gesunden Tee oder Löwenzahn-Kaffee daraus machen.

Aus den Blüten kann man sogar Löwenzahnwein, Bier oder Gelee herstellen und natürlich auch Gerichte aller Art damit dekorieren.

Im Arzneimittelbereich wird aufgrund der höheren Wirkstoffdichte oft eher die Wurzel verwenden.

 

Rezepte:

Löwenzahnkapern in Essig

Zutaten:

Zubereitung

  1. Kräuteressig, Wasser,  Zucker, Lorbeerblätter, Senfkörner, Salz und Würzpaste Pfeffer zusammen aufkochen
  2. Löwenzahn-Blüten dazugeben und noch einmal kochen lassen
  3. In heisse Einmachgläser füllen, gut verschliessen und 1 Woche ziehen lassen

 

Löwenzahnkapern im Öl

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Löwenzahn-Blüten, Knoblauchzehen, Würzpaste Pfeffer und Meersalz zusammen in Gläser abfüllen
  2. Mit dem Olivenöl auffüllen
  3. Gläser gut verschliessen, kühl und dunkel 1 bis 2 Monate lagern

 

Löwenzahnsirup

Zutaten:

  • 500 g Löwenzahn-Blüten
  • 12 g Knorr Lime Powder
  • 1 l Wasser
  • 800 g Rohrzucker
  • 1 St. Vanillestengel
  • 1 St. Zimtstengel

Zubereitung:

  1. Blüten, Lime Powder und die Vanilleschote mit Wasser einmal aufkochen und zugedeckt mind. 2 Stunden ziehen lassen
  2. Masse durch ein Sieb mit Passiertuch abseihen
  3. Saft mit dem Zucker und je nach Geschmack mit Zimt 1 Stunde leicht einkochen lassen
  4. Zimt heraus nehmen, den Sirup in (ausgekochte) Flaschen abfüllen.